Frühstück auf dem Mainschiff: ZEITGESPRÄCH mit Herrn Armand Zorn und Herrn Dr. Reinhard Müller - „Quo vadis, Deutschland?“

Liebe Leserinnen und Leser,
am 30.06.2026 begrüßten wir den Bundestagsabgeordneten Armand Zorn (SPD) und Dr. Reinhard Müller (FAZ) zu unserer Mainschifffahrt unter dem Titel „Quo vadis Deutschland?“. Im Mittelpunkt standen die Zukunft Deutschlands sowie Entwicklungen in Politik, Medien und Gesellschaft.

Begrüßung durch den Sprecher des Vorstands Prof. Helmut Kleine-Kraneburg.

Mit dem Satz „Vertrauen wächst, wenn Ergebnisse kommen“ eröffnete Armand Zorn die Diskussion. Ein zentrales Thema war die Reformfähigkeit Deutschlands. Zorn betonte, dass das Land großes Potenzial habe, sich jedoch häufig durch Bürokratie und langsame Entscheidungsprozesse selbst ausbremse. Um zukunftsfähig zu bleiben, brauche es effizientere Verwaltungsstrukturen, weniger Bürokratie und mehr Raum für Innovation.

Auch die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur wurde hervorgehoben. Sie sei nicht nur Grundlage wirtschaftlicher Stärke, sondern auch entscheidend für das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Reformen Zeit benötigen.

Beim Thema Sozialstaat ging es darum, soziale Sicherungssysteme an gesellschaftliche Veränderungen anzupassen. Nach Zorn müssen diese moderner, digitaler und zielgerichteter ausgestaltet werden.

Breiten Raum nahm außerdem die Diskussion über Populismus und den gesellschaftlichen Umgang mit radikalen Parteien ein. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass Verunsicherung und Zukunftsängste einfache Antworten besonders attraktiv machen. Umso wichtiger sei eine verantwortungsvolle politische Sprache, die differenziert statt pauschalisiert.

Dr. Reinhard Müller betonte zudem die Rolle der Medien. Journalismus müsse seinen Werten treu bleiben und zugleich auf modernen Plattformen präsent sein, um insbesondere jüngere Menschen zu erreichen.

Zum Abschluss stand der gesellschaftliche Zusammenhalt im Mittelpunkt. Neben einer funktionierenden staatlichen Infrastruktur brauche es auch eine starke soziale Infrastruktur – etwa durch Kultur, Vereine und Orte der Begegnung. Sie fördern den Austausch und stärken das demokratische Miteinander.

Herr Dr. Reinhard Müller (links im Bild) und Herr Armand Zorn (rechts im Bild) im Austausch mit interessierten Gästen.

Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Reinhard Müller und Armand Zorn für den offenen und facettenreichen Austausch.

 

** Wir weisen darauf hin, dass die Stiftungsarbeit des urban future forum e.V. ausschließlich durch Spenden finanziert wird. Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen, um interessante Veranstaltungen und Diskussionen zu ermögliche, innovative Ideen zu fördern und weiterhin eine Plattform für den Austausch über zukunftsweisende Stadtentwicklung zu bieten. Mit Ihrem Engagement tragen Sie aktiv dazu bei, unsere Stadt lebenswert, nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten.
Werden Sie Teil dieser wichtigen Initiative, um gemeinsam mit uns einen Beitrag zur Gestaltung einer zukunftsfähigen urbanen Welt zu leisten. **

 


Frühstück auf dem Mainschiff mit Herrn Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Hessen, Vorsitzender Ludwig Ehrhard Stiftung

Liebe Leserinnen und Leser,

Am 20. Mai 2026 war Herr Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Hessen, Gast unserer Mainschifffahrt zum Thema „Wie viel staatlicher Eingriff gefährdet unsere soziale Marktwirtschaft?“.

In seinem Vortrag betonte er, dass die Aufgabe des Staates insbesondere in gesellschaftspolitischen Krisenlagen darin bestehe, durch zielgerichtete soziale Ausgleichsmaßnahmen Stabilität zu schaffen. Eingriffe in die marktwirtschaftliche Preisbildung seien hingegen nicht der richtige Weg. Nur wenn Preise frei gebildet werden könnten, sei ein fairer Wettbewerb um das beste Angebot möglich und die Innovationskraft der Wirtschaft gesichert.

Für den Erhalt von Wohlstand seien nach seiner Auffassung vor allem unternehmerische Führungsstärke sowie ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern von entscheidender Bedeutung. Beides bilde die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Zum Abschluss seines Vortrags plädierte Prof. Dr. Koch für eine möglichst freie Wirtschaftsordnung im Rahmen der Demokratie.  Diese stehe zwar zunehmend in Konkurrenz zu autokratischen Systemen, verfüge jedoch über besondere Stärken. Den pluralistischen Beitrag aller Bürgerinnen und Bürger hielt er für einen wesentlichen Grund dafür, dass demokratische Gesellschaften langfristig widerstandsfähiger und anpassungsfähiger seien.

In der anschließenden, sehr angeregten und außergewöhnlich langen Diskussion wurden zahlreiche Thesen des Vortrags vertieft erörtert und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Koch für seine klaren Bekenntnisse zur Sozialen Marktwirtschaft sowie für seine tiefgehende Analyse der aktuellen Herausforderungen in der Kommunal- und Bundespolitik, die er stets in den europäischen Kontext einordnete. Seine Ausführungen lieferten wertvolle Impulse und regten zu einem intensiven Austausch an.

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Neues Veranstaltungsformat: ZEITGESPRÄCH am 30.06.2026 mit Herrn Armand Zorn und Herrn Dr. Reinhard Müller zum Thema: "Quo vadis, Deutschland?"

 


Frühstück auf dem Mainschiff mit Herrn Dr. Markus Fein, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt

Liebe Leserinnen und Leser,

am 25. März 2026 war Herr Dr. Markus Fein, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt, Gast bei unserer Mainschifffahrt zum Thema: „Urban Future: Wie sollte die Alte Oper auf die Zukunft der Stadt reagieren“. Herr Fein bot den Anwesenden einen spannenden Einblick in die vielfältigen Projekte des Frankfurter Konzerthauses.

Die Alte Oper als Kulturinstitution müsse sich den diversifizierten Ansprüchen der Frankfurter Stadtgesellschaft durch innovative Konzepte anpassen. Die Modernisierung und Flexibilisierung von Arbeits- und Freizeitmodellen eröffnet Möglichkeiten, von denen das Konzerthaus profitiert. Mit ganz neuen Formaten gelingt es Herrn Dr. Fein mit  klassischen Konzertregeln zu brechen und überraschende Impulse in die Stadtgesellschaft zu senden. Dazu gehören das „FRATOPIA“-Festival oder „eine Straße geht ins Konzert“. Das „FRATOPIA Festival“ ist ein Vorzeigeprojekt der Alten Oper Frankfurt, das alle Bürgerinnen und Bürger kostenfrei zu Konzerten jedes musikalischen Genres zum Verweilen einlädt. Mit dem Community-Projekt „eine Straße geht ins Konzert“ bringt die Alte Oper interessierte Personen aus einer Nachbarschaft zusammen und unterstützt bei der Entwicklung von Aktivitäten, Aktionen, die direkt in einem Frankfurter Viertel stattfinden. Die Bürgerinnen und Bürger bringen sich mit ihren kreativen Ideen ein, bieten ihre Wohnräume an und kommen mit begabten Musikerinnen und Musikern in direkten Kontakt.

Die Ambition der Alten Oper besteht zukünftig weiter darin Angebote für alle Gesellschaftsschichten der Stadt Frankfurt zu bieten und als kulturelle Plattform zu dienen. Ein Hauptaugenmerk in der Entwicklung des kulturellen Programms liegt auf der Einbindung junger, internationaler sowie einkommensschwächerer Gruppen. Beim „Podium Zukunft“ beispielsweise treffen sich junge Orchester aus aller Welt und stellen die internationale Klassik auf der Bühne der Alten Oper vor.

Wir danken Herrn Dr. Markus Fein für seinen engagierten und erhellenden Vortrag über die Zukunft der international hoch angesehenen Alten Oper Frankfurt.

** Wir weisen darauf hin, dass die Stiftungsarbeit des urban future forum e.V. ausschließlich durch Spenden finanziert wird. Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen, um auch weiterhin interessante Veranstaltungen und Diskussionen zu ermöglichen.
Ihr finanzieller Beitrag ermöglicht es dem urban future forum e.V., wichtige Projekte zu realisieren, innovative Ideen zu fördern und weiterhin eine Plattform für den Austausch über zukunftsweisende Stadtentwicklung zu bieten. Mit Ihrem Engagement tragen Sie aktiv dazu bei, unsere Städte lebenswert, nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten.
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Zu Gast: Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender der Mainova AG

Bei einem Frühstück auf dem Main durften wir am 27. September 2022 Herrn Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender der Mainova AG, als Gastredner willkommen heißen.

Der Morgen begann mit einer Begrüßung durch unseren Vorstandssprecher Herr Prof. Helmut Kleine-Kraneburg, der eine kurze Einführung in die Vita von Herrn Dr. Alsheimer und die hohe Relevanz des Themas der Energieversorgung gab.

Zum Einstieg in seinen Vortrag bezog sich Herr Dr. Alsheimer auf die Aktualität der „Herausforderung Energiewende“ und legte die Entwicklungen der Strompreise dar. Anschließend führte er die Komplexität der nationalen, europäischen und internationalen Zusammenhänge auf und schnitt an dieser Stelle auch den Angriffskrieg in der Ukraine mit seinen Auswirkungen auf die Gaspreise an. Im Fokus stand dabei die Debatte um erneuerbare Energien, die neben Deutschland auch Frankreich und viele andere Länder erneut mit besonderer Dringlichkeit beschäftigt. Dabei wurde deutlich, dass auch große Energieanbieter nicht immer die Kapazitäten haben, um ausschließlich in erneuerbare Energien zu investieren, weil die Erhaltung der Infrastruktur der konventionellen Energieproduktion oft noch günstiger ist. Die Berücksichtigung der Umwelt in der Debatte ist jedoch nach Herrn Dr. Alsheimer unabdingbar, sodass sich für ihn drei wichtige Kriterien für die Energieversorgung ergeben: Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Als Fazit formulierte Herr Dr. Alsheimer, dass die genauen Entwicklungen der folgenden Monate bis Jahre auch von ExpertInnnen nicht abzusehen sind und somit noch ungewiss bleiben.

Unter den Gästen befanden sich neben interessierten BürgerInnen der Stadt Frankfurt auch TeilnehmerInnen aus Gewerben, die in hoher Abhängigkeit von den Energiepreisen stehen, sowie JournalistInnen des Energiesektors. So ergaben sich in der anschließenden Diskussion viele kritische Nachfragen und der Austausch wurde auch über das Ende der Veranstaltung hinaus fortgeführt.

 

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Foto: Ferdinand Huhle
Blick auf den Main
Foto: Ferdinand Huhle
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Foto: Ferdinand Huhle
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Foto: Ferdinand Huhle

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