Ausstellung „Im Modus der Serie“ im MAK/ Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main Serienparlament No1: „Bauen mit vorgefertigten Komponenten aus Beton“ / MAK, 12.08.2026
…wie können wir mit einem fundamentalen, robusten Baustoff wie Beton zukunftsfähig, effizient und emissionsarm bauen? Welche Möglichkeiten haben neue Technologien sowohl in Herstellung als auch in Bauweisen, welche Chancen vorgefertigtes Bauen als Material- und Ressourcenoptimierung?
Was können wir lernen von wertvollen Beispielen aus der gebauten, seriellen Vergangenheit? …bedeutet serielles Bauen eine Monotonie-Falle ‚wegen‘ oder eine Gestaltungs-Chance Varianz! ‚trotz‘ hoher Vorfertigung und Industrialisierung?
Und nicht zuletzt: …ist Industrialisierung und Vorfertigung eine Antwort auf zu erwartende Ressourcenknappheit von verfügbarer Arbeitskraft auf Baustellen – denn die wird kommen!
Dies und vieles mehr durften wir am 12.08.2026 auf unserem 1. Serienparlament im Rahmen der Ausstellung „IM MODUS DER SERIE“ im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt a. M. mit unseren hochkarätigen Podiumsgästen aus Baukultur und Bestand, Wiederverwendung und Kreislaufwirtschaft, Tragwerksplanung, Beton und Nachhaltigkeit, industrielle Bauproduktion sowie Forschung und innovative Konstruktion anregend diskutieren.
Trotz verschiedener Blickwinkel auf und Arbeitsweisen mit dem Material Beton war der gemeinsame Nenner schnell klar: Um Antworten auf gesellschaftlich relevante Herausforderungen der Bauindustrie zu finden, muss Bauen hin zu hoher Vorfertigung, ob als große Serie oder als individuelle Kleinserien gedacht – dass dies möglich ist und dabei hohe gestalterischer Ästhetik und Varianz haben kann, zeigen uns u. a. auch unsere skandinavischen Nachbarn.
Neue Technologien, digitales Planen und Denken wie im Maschinenbau geben neue Freiheiten, hochmaterialeffiziente Komponenten zu gestalten und auch, Probleme der Systembauten der Vergangenheit zu lösen.
Serielles Bauen ist nicht per se die Erfüllung eines politischen Versprechens, aber Chance für die erforderliche Transformation des Bauwesens!
Während Baustoffe durch neue stoffliche Entwicklungen und Herstellungstechnologien immer emissionsärmer werden, bleibt jedoch eine alte Wahrheit erhalten: Bestandsbauten mit klugen Maßnahmen in einen neuen Lebenszyklus zu überführen, ist der nachhaltigste Umgang mit bestehender (Beton-)Substanz.
Das erste Serienparlament zeigte, wie vielschichtig die Auseinandersetzung mit Beton ist und sein kann. Beton wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der Bauindustrie spielen. Umso entscheidender wird sein, ihn ressourcenschonender und mit Blick auf seine gesamte Lebensdauer einzusetzen.
Gerade die Verbindung unterschiedlicher Perspektiven eröffnet neue Ansätze für den Umgang mit dem Material Beton und für die Weiterentwicklung zeitgemäßer und serieller Bauweisen.
Baukultur bleibt interdisziplinäre, integrale Baukompetenz!
Wir danken an dieser Stelle ganz herzliche unseren Gästen
Prof. Dr. Silke Langenberg (ETH Zürich), Prof. Dr. Angelika Mettke (Uni Cottbus), Prof. Manfred Grohmann (Bollinger+Grohmann), Anja Knura (Goldbeck), Prof. Lucio Blandini (Werner Sobek AG, ILEK), Julian Biermann (Informationszentrum Beton, Berlin) für Ihre wertvollen Beiträge an diesem Serienparlament und Günseli Güler, Stiftung urban future forum e.V. für die Moderation durch den Abend.
Das 1. Serienparlament ist online verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=HugydJdF2eM



