„Die Relevanz des Gebauten" – Umbaukultur

Hier finden Sie einige Eindrücke der zweiten Veranstaltung unserer Symposiumsreihe „Für eine nachhaltige Architektur der Stadt“ zum Thema „Die Relevanz des Gebauten" – Umbaukultur, welche am 28. November 2022 stattfand.

Eine Aufzeichnung der vollständigen Veranstaltung finden Sie auf YouTube .

Das Symposium wurde in einem Artikel der FAZ zum Thema (hier) und in einem Artikel der Welt (hier) aufgegriffen.

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Das Symposium fand in den Räumlichkeiten des Deutschen Architekturmuseums - DAM Ostend statt.
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Begrüßung durch Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums
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Begrüßung durch Prof. Helmut Kleine-Kraneburg, Vorstandssprecher der Stiftung urban future forum e.V.
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Impulsvortrag von Dr. Thomas Schröer, Jurist, FPS Frankfurt am Main
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Impulsvortrag von Patrick Gmür, Architekt und Stadtplaner aus Zürich
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Diskussionsbeitrag aus dem Publikum
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Podiumsdiskussion mit Moderator Jens Jakob Happ

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Get-together im Anschluss an die Podiumsdiskussion

Fotos: CL


Zu Gast: Marc Grünbaum, Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt

Im besonderen Ambiente des Hauses Metzler in Bonames kamen Herr Marc Grünbaum, Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, und Herr Werner D’Inka, Journalist und ehemaliger Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, am 13. Oktober 2022 zu einem Gespräch zum Thema „Jüdische Kultur. Verankert in der Stadtgesellschaft?“ zusammen.

Bereits in den einleitenden Worten von Frau Sylvia von Metzler, Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung und Herrn Professor Helmut Kleine-Kraneburg, Vorstandssprecher der Stiftung, wurde die gesellschaftliche Relevanz um die Bedeutung jüdischer Kultur und die Gefahr von Antisemitismus deutlich. Herr Grünbaum und Herr D’Inka widmeten sich in ihrem Gespräch zunächst einer allgemeinen Bestandsaufnahme jüdischen Lebens in Deutschland und anschließend einer spezifischen Betrachtung jüdischen Lebens in Frankfurt.

Die Frage, wie jüdisches Leben nach der der Schoah in Deutschland aussieht, sei von stetiger Aktualität. Herr Grünbaum erklärte hierzu, dass die Ausgestaltung jüdischen Lebens einer besonderen Aushandlung und innigen Kommunikation zwischen verschiedenen jüdischen Generationen bedarf. Während eine junge Generation für Kontinuität eintrete, stehe eine alte Generation dem Leben in Deutschland anders gegenüber. Allgemein, so argumentiert Grünbaum, dürfe nicht einfach an 1933 angeknüpft werden, da dies geschichtsvergessend wäre. Der Holocaust hat in seiner Grausamkeit einen Bruch geschaffen, weshalb es nach 1945 einer Wiederbegründung geben musste, die sich heute in neuer Kraft und einem reichhaltigen jüdischen Leben zeigt.

Auch die jüdischen Gemeinden in Frankfurt mit 6350 jungen und alten Mitgliedern beschäftigt die Fragen um jüdische Kulturschaffung. Herr Grünbaum machte an dieser Stelle deutlich, dass es viele alte und neue jüdische Traditionen und jüdische Kultur in der Stadt gebe. Es sei die Aufgabe aller, diese wahrzunehmen und dadurch sichtbar und natürlich zu machen. Hierbei wird deutlich, dass sich die Gemeinden immer auch mit der Aufarbeitung von Verbrechen an jüdischem Leben beschäftigen würden, dies aber nicht ihre Hauptaufgabe sei. Statt jüdische Gemeinden als Orte der reinen Bildung und Belehrung zu verstehen, sollten diese eigentlich für das jüdische Leben und die einzelnen Personen stehen. Die Aufarbeitung alter sowie aktueller antisemitischer Übergriffe liege in der Verantwortung der Politik.

Abschließend lädt Herr Grünbaum Interessierte herzlich dazu ein, nach kurzer Voranmeldung an einem Gottesdienst in einer Synagoge, beispielsweise in der Gemeinde im Westend in Frankfurt, teilzunehmen.

Das urban future forum dankt Herrn Grünbaum und Herrn D’Inka für das spannende und aufschlussreiche Gespräch sowie der großzügigen Gastgeberin Sylvia von Metzler herzlich.

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Sylvia von Metzler, Vorsitzende des Kuratoriums
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Marc Grünbaum und Werner D'Inka im Gespräch
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Vorstandssprecher Prof. Helmut Kleine-Kraneburg

Zu Gast: Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender der Mainova AG

Bei einem Frühstück auf dem Main durften wir am 27. September 2022 Herrn Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender der Mainova AG, als Gastredner willkommen heißen.

Der Morgen begann mit einer Begrüßung durch unseren Vorstandssprecher Herr Prof. Helmut Kleine-Kraneburg, der eine kurze Einführung in die Vita von Herrn Dr. Alsheimer und die hohe Relevanz des Themas der Energieversorgung gab.

Zum Einstieg in seinen Vortrag bezog sich Herr Dr. Alsheimer auf die Aktualität der „Herausforderung Energiewende“ und legte die Entwicklungen der Strompreise dar. Anschließend führte er die Komplexität der nationalen, europäischen und internationalen Zusammenhänge auf und schnitt an dieser Stelle auch den Angriffskrieg in der Ukraine mit seinen Auswirkungen auf die Gaspreise an. Im Fokus stand dabei die Debatte um erneuerbare Energien, die neben Deutschland auch Frankreich und viele andere Länder erneut mit besonderer Dringlichkeit beschäftigt. Dabei wurde deutlich, dass auch große Energieanbieter nicht immer die Kapazitäten haben, um ausschließlich in erneuerbare Energien zu investieren, weil die Erhaltung der Infrastruktur der konventionellen Energieproduktion oft noch günstiger ist. Die Berücksichtigung der Umwelt in der Debatte ist jedoch nach Herrn Dr. Alsheimer unabdingbar, sodass sich für ihn drei wichtige Kriterien für die Energieversorgung ergeben: Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Als Fazit formulierte Herr Dr. Alsheimer, dass die genauen Entwicklungen der folgenden Monate bis Jahre auch von ExpertInnnen nicht abzusehen sind und somit noch ungewiss bleiben.

Unter den Gästen befanden sich neben interessierten BürgerInnen der Stadt Frankfurt auch TeilnehmerInnen aus Gewerben, die in hoher Abhängigkeit von den Energiepreisen stehen, sowie JournalistInnen des Energiesektors. So ergaben sich in der anschließenden Diskussion viele kritische Nachfragen und der Austausch wurde auch über das Ende der Veranstaltung hinaus fortgeführt.

 

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Foto: Ferdinand Huhle
Blick auf den Main
Foto: Ferdinand Huhle
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Foto: Ferdinand Huhle
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Foto: Ferdinand Huhle

„Bauen als Umweltzerstörung“ - eine Bestandsaufnahme der Nachkriegsarchitektur

Hier finden Sie einige Eindrücke der Auftaktveranstaltung unserer Symposiumsreihe "Für eine nachhaltige Architektur der Stadt".

Zum FAZ-Artikel Abneigung gegen „grünen Schrott“ vom 14.09.2022 über die Veranstaltung gelangen Sie hier.

Sie möchten alle Vorträge und Podiumsbeiträge ansehen? Eine Aufzeichnung steht Ihnen auf YouTube zur Verfügung.

In Kürze folgt hier ein ausführlicher Rückblick auf die Inhalte des Podiumsgesprächs.

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Prof. Helmut Kleine-Kraneburg begrüßt das Publikum, Bild: Uwe Dettmar
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Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Bild: Uwe Dettmar
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Ferdinand Heide, Bild: Uwe Dettmar
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Das Podiumsgespräch, Bild: Uwe Dettmar
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Prof. Elisabeth Endres, Bild: Uwe Dettmar
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Blick auf das Podium, Bild: Uwe Dettmar
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Jens Jakob Happ moderiert das Podiumsgespräch, Bild: Uwe Dettmar
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Prof. Hans Kollhoff, Bild: Uwe Dettmar
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Helga Kühnhenrich, Bild: Uwe Dettmar
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Prof. Helmut Kleine Kraneburg, Bild: Uwe Dettmar

 


Zu Gast: Petra Gerster und Christian Nürnberger

Am 18.05.2022 startete die Stiftung Urban Future Forum e. V. mit einem Lunch auf dem Main in das diesjährige Veranstaltungsprogramm.
Der Vorstandssprecher Helmut Kleine-Kraneburg hieß die Teilnehmenden herzlich willkommen und dankte besonders der Kuratoriumsvorsitzenden Sylvia von Metzler und dem Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Böhm, welche besonders zur Planung dieser Schifffahrt beigetragen haben. Anschließend begrüßte Herr Kleine-Kraneburg Frau Petra Gerster und Herrn Christian Nürnberger, welche ihr gemeinsames Buch „Vermintes Gelände - Wie der Krieg um Wörter unsere Gesellschaft verändert. Die Folgen der Identitätspolitik“ vorstellen und anschließend in eine offene Diskussion mit den Gästen treten würden.

In ihrem Buch thematisieren Gerster und Nürnberger das Thema sensiblen Sprechens, für welches Gerster sich bereits in ihrer Position als Nachrichtenmoderatorin mit dem Verwenden gendergerechter Sprache eingesetzt hat.

In der Vorbereitung auf ihren Vortrag hatte sich das Autorenpaar mit der Frage beschäftigt, ob das Thema ihres Buches, des sensiblen Sprechens, nicht in Anbetracht des Krieges in der Ukraine nachrangig sei. Sie betonten jedoch, dass jedem Krieg Worte vorausgingen. Den Angegriffenen würden zunächst über Sprache ihre Rechte aberkannt und verbal gegen sie gehetzt, bevor physische Taten folgten. Gerster und Nürnberger beschreiben aber auch, wie Personen über Worte Rechte einfordern und Probleme des Rassismus, Klassismus und Sexismus bekämpft werden können. Dabei beziehen sie sich auf aktuelle Ereignisse wie die Kontroverse um die WDR-Talkshow „Die letzte Instanz“, das Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ von Alice Hasters und das „Entschuldigungsjahr 2021“.

Auf den Vortrag folgten sehr angeregte Diskussionsbeiträge der Gäste. Die Gäste genossen nicht nur mit den Referierenden, sondern auch miteinander ins Gespräch zu kommen, um sich nach einer langen Zeit der Coronapause wieder Austauschen zu können.

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Urban Future Forum, Foto: Prof. Dr. Wolfgang Böhm


Zu Gast: Gerhard Wiesheu, Präsident von Frankfurt Main Finance

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Es war uns eine große Freude, am 30. September 2021 unsere Mitglieder an Bord der Primus-Linie zu einem Frühstück auf dem Schiff begrüßen zu dürfen.

Herr Gerhard Wiesheu, Mitglied des Vorstands des Bankhauses Metzler und Präsident von Frankfurt Main Finance, bot mit seinem Vortrag zum Thema „Finanzplatz Frankfurt am Main“ einen spannenden Einstieg für eine angeregte Diskussion. Dabei standen insbesondere der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und dessen Auswirkungen auf das Finanzzentrum Frankfurt am Main im Zentrum. Neben der Thematisierung gegenwärtiger Herausforderungen, die sich unter anderem durch die Pandemie ergeben, wurden vor allem die Möglichkeiten hervorgehoben, die der Brexit und damit einhergehend die Umstrukturierung zahlreicher Londoner Institute mit sich bringt.

 

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Urban Future Forum, Fotos: Prof. Dr. Wolfgang Böhm


Ästhetische Kapitulation des öffentlichen Raums und die Chance auf Verschönerung

Montag, 22. Februar 2021
20:00 Uhr
Livestream auf YouTube

Was ist bloß aus dem öffentlichen Raum in Deutschlands Städten geworden?
Seit der Erfindung der Stadt waren die öffentlichen Räume prägende und sinnstiftende Orte, die der politischen Manifestation und Kommunikation ihrer Bewohner dienten. Zudem besaßen sie ihrer Bedeutung entsprechend einen hohen materiellen und ästhetischen Wert. Dieser drückte sich nicht nur durch die meist zentrale Lage in der Mitte der Stadt aus, sondern auch und gerade durch ihre behutsame und materiell qualitätsvolle Gestaltung.
Schaut man auf und in deutsche Städte, scheinen diese Werte und räumlichen Qualitäten des öffentlichen Raums seit einigen Jahren mehr und mehr verloren zu gehen. Städtische Räume verkommen immer mehr zu reinen infrastrukturellen und verkehrsbestimmten Orten, die zusehends der reinen Durchquerung dienen ohne Verweil- oder gar Aufenthaltsqualitäten. Andere gar werden zu sozialen Brennpunkten geprägt von Drogensucht, Kriminalität und zunehmender Obdachlosigkeit.
Die Pandemie, die wir alle gerade durchleben, weist noch einmal auf den bitteren Verlust der Bedeutung des öffentlichen Raums hin. Können wir seine vollends ästhetische Kapitulation verhindern und noch einmal zurückkehren zur gesellschaftlichen Sinnstiftung und Schönheit des öffentlichen Raums?

Dieser Sorge Raum zu geben, dient die Veranstaltung mit dem Frankfurter Stadtrat Markus Frank, dem Frankfurter Architekten Prof. Helmut Kleine-Kraneburg, der Ärztin Dr. Imke Wieters und dem Redakteur der FAZ, Dr. Matthias Alexander.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "STADT" und wird in Kooperation mit der Montagsgesellschaft e.V. realisiert. Der Livestream kann unter dem Link https://youtu.be/JFo1HkvnJeg gesehen werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

PROGRAMM

Begrüßung
Prof. Dr. Wolfgang Böhm, Vorstandssprecher des Urban Future Forum, zusammen mit Dr. Stefan Söhngen, Leiter der Montagsgesellschaft

Diskussion
Stadtrat Markus Frank, Stadt Frankfurt am Main
Prof. Helmut Kleine-Kraneburg, Architekt
Dr. Imke Wieters, Ärztin

Moderation
Dr. Matthias Alexander, Redakteur der FAZ

 

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Gastronomie und Hotellerie als Motoren der Stadtentwicklung: Die Krise als Chance oder finaler Shutdown?

Montag, 18. Januar 2021
19:00 Uhr
Livestream auf YouTube

Das Coronavirus stellt Gastronomie und Hotellerie vor massive Probleme: Den etwa 200.000 Betrieben der Branche gingen schon bis Ende April 2020 schätzungsweise zehn Milliarden Euro Umsatz verloren. Die anhaltende Pandemie und der zweite „harte Lockdown“ treffen nun erneut mit voller Wucht eine Branche, die seit Monaten ums Überleben kämpft. Die Einschränkungen im Gastgewerbe könnten irreversible Folgen für unsere Städte haben: Tourismus, Bar- und Kneipenszene, das kulturelle Leben der Großstadt sind weitgehend zum Erliegen gekommen. Den pulsierenden Metropolen wurde eine Zwangspause verordnet. Wie lange kann das gut gehen? Wie verändern leere und geschlossene Gaststätten und Hotels unsere Städte? Welche Lösungen und Ideen aus der Krise gibt es?

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "STADT" und wird in Kooperation mit der Montagsgesellschaft e.V. realisiert. Der Livestream kann unter dem Link https://www.youtube.com/watch?v=GTtwfWMR6qs gesehen werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

PROGRAMM

Impuls
Birgit Böhn, Rechtsanwältin, Principal Associate Hospitality, KUCERA Rechtsanwälte

Diskussion
Oberbürgermeister Peter Feldmann, Stadt Frankfurt am Main
Boris Tomic, Chefredakteur „Food Service“, dfv Mediengruppe
Klaus Beine, Vorsitzender der Landesfachkommission "Immobilien- & Baupolitik" im Wirtschaftsrat Hessen

Moderation
Dr. Stefan Söhngen (Montagsgesellschaft e.V.)

 

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Die klimagerechte Stadt. Anforderungen an ein nachhaltiges städtebauliches Gesamtkonzept

Montag, 3. Februar 2020
18:00 – 20:15 Uhr
IHK Frankfurt am Main / Börsenplatz 4 / 60313 Frankfurt am Main

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Zu Gast: Frank Matiaske, Landrat des Odenwaldkreises

Freitag, 22. November 2019
11:00 – 13:00 Uhr
Haus Metzler in Frankfurt-Bonames, Alt-Bonames 6, 60437 Frankfurt am Main

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