Zu Gast: Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität

Mittwoch 01. Februar 2017
17:00 – 19:00 Uhr
Haus Metzler in Frankfurt-Bonames, Alt-Bonames 6, 60437 Frankfurt am Main

Programm

17:00 Uhr
Eintreffen der Gäst

17:30 Uhr
Begrüßung der Gäste durch Sylvia von Metzler, Gastgeberin und Kuratoriumsvorsitzende
der Stiftung Urban Future Forum und Prof. Dr. Wolfgang Böhm, Vorstandssprecher

Politischer Diskurs
Gespräch Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität, mit Sascha Zoske von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)

18:30 Uhr
Ausklang mit einem „Flying Buffet“


Zu Gast: Prof. Christoph Mäckler, Architekt und Stadtplaner

Montag 29. Februar 2016
17:00 - 19:00 Uhr
Haus Metzler in Frankfurt-Bonames, Alt-Bonames 6, 60437 Frankfurt am Main

Programm

17:00 Uhr
Eintreffen der Gäst

17:30 Uhr
Begrüßung der Gäste durch Sylvia von Metzler, Gastgeberin und Kuratoriumsvorsitzende
der Stiftung Urban Future Forum und Prof. Dr. Wolfgang Böhm, Vorstandssprecher

Politischer Diskurs
Gespräch Prof. Christoph Mäckler, Architekt und Stadtplaner, mit Dr. Matthias Alexander,
Ressortleiter Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)

18:30 Uhr
Ausklang mit einem „Flying Buffet“


Nachgeschaut: Stadtteil-, Quartiers- und Platzentwicklung. Der Bahnhofsvorplatz in Frankfurt am Main

Donnerstag, 20 September 2018
18:00 – 20:00 Uhr
IHK Frankfurt am Main / Börsenplatz 4 / 60313 Frankfurt am Main

Frankfurt am Main ist der Kern der wachsenden Rhein-Main-Region. Innerhalb des Ballungs-raumes hat Frankfurt am Main zentrale Funktionen einer „Global City“ zu erfüllen und soll als attraktive Großstadt mit hoher Lebens- und Umweltqualität zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Die Gestaltung und Ausprägung von öffentlichen Räumen haben für die Lebensqualität in Städten und Gemeinden eine entscheidende Bedeutung. Neben ihren Funktionen für Verkehr, Wirtschaft und Erholung sind öffentliche Räume Orte des sozialen Austausches. Sie dienen nicht nur der Orientierung, der Repräsentanz und der Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt, sondern sind auch ein Ort der Integration, an dem verschiedene gesellschaftliche Gruppen zusammen-kommen. Der Frankfurter Hauptbahnhof ist jeden Tag für Reisende und Besucher der erste Berührungspunkt mit der Stadt Frankfurt am Main und damit der wichtigste Verkehrsknoten der Stadt und zugleich Eingangstor und Aushängeschild. Der derzeitige Bahnhofsvorplatz und die beiden seitlichen Plätze werden dieser Bedeutung nicht mehr gerecht; sie bedürfen dringend einer Aufwertung in Zusammenhang mit einer funktionalen und verkehrlichen Neuordnung.

18:00 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Wolfgang Böhm, Stiftung urban future forum e. V.

18:10 Uhr
Grußwort und Vortrag
„Platzgestaltung Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute – gelungene Projekte und verpasste Chancen in Frankfurt am Main“
Prof. Dr. Martin Wentz, IHK Frankfurt am Main

18:30 Uhr
Vortrag
Der Bahnhofsvorplatz in Frankfurt am Main – ein städtebaulicher Entwurf des Wettbewerbsgewinners schneider+schumacher Architekten
Till Schneider, schneider+schumacher Architekten

19:00 Uhr
Podiumsdiskussion
"Nachgeschaut: Stadtteil-, Quartiers- und Platzentwicklung in Frankfurt am Main – der Bahnhofsvorplatz in Frankfurt am Main"
Martin Hunscher, Amtsleiter Stadtplanungsamt, Stadt Frankfurt am Main
Klaus Osterling, Verkehrsdezernent, Stadt Frankfurt am Main
Till Schneider, Geschäftsführer, schneider+schumacher Architekten
Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Hessen
Prof. Dr. Martin Wentz, Vizepräsident, IHK Frankfurt am Mai

Moderation
Dr. Matthias Alexander, Redakteur, Frankfurter Allgemeine Zeitung

20:00 Uhr
Get-together

Review der Veranstaltung

Wir danken unseren Förderern

Review zum Metropolengespräch: Nachgeschaut: Stadtteil-, Quartiers und Platzentwicklung. Der Bahnhofsvorplatz in Frankfurt am Main

Donnerstag, 20 September 2018
18:00 – 20:00 Uhr
IHK Frankfurt am Main / Börsenplatz 4 / 60313 Frankfurt am Main

Die Metropolengespräche mit der Fokusreihe „Nachgeschaut“ möchten auf aktuelle stadtplanerische und/oder architektonische Miss- und Stillstände verweisen oder schlicht nachfragen, warum das eine und andere angedachte, bereits geplante Projekt im Sande verläuft oder stockt.

Diesmal thematisierte das Metropolengespräch den Vorplatz des Frankfurter Hauptbahnhofs, der jeden Tag für Reisende, Besucher und Pendler der erste Berührungspunkt mit der Stadt Frankfurt am Main und damit der wichtigste Verkehrsknoten der Stadt sowie zugleich Eingangstor und Aushängeschild für die Metropolregion Frankfurt Rhein-Main ist. Der derzeitige Bahnhofsvorplatz und die beiden seitlichen Plätze werden dieser Bedeutung nicht gerecht. Das machten auch die Ausführungen von Till Schneider deutlich, der mit dem Architektenbüro schneider+schumacher vor gut zehn Jahren den Wettbewerb um die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes gewann. Seit dieser Zeit hat sich aber leider nicht viel getan und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben.

Die spannenden Entwürfe von schneider+schumacher, die eine Verlegung der Straßenbahnschienen näher zum Bahnhofsgebäude hin, nach historischem Vorbild, anregen, die Fußgänger gezielter in die unterschiedlichen Straßenarme hin zur Innenstadt leiten könnten, das Parkhaus samt Zufahrt neu gestalten und dem gesamten Vorplatz eine ästhetisch durchdachte Wiedergeburt geben möchten, können frühestens 2024 angegangen werden. Der Grund sind die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten in der B-Ebene des Bahnhofs, die sich unter dem gesamten Vorplatz sowie den Nebenplätzen erstreckt. Die Fläche vor dem Bahnhofsgebäude wird zur Lagerung der Baumaterialen benötigt. Die Deutsche Bahn, auf dem Metropolengespräch vertreten von Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter für das Land Hessen, will diesen Bereich, zusammen mit der Nordbebauung in den nächsten fünf Jahren fertigstellen. Im nächsten Schritt liegt der Fokus auf dem Vorplatz und der Südseite. Die geteilten Besitzverhältnisse, wobei die Straßenbahnschienen und Straßen der Stadt Frankfurt, der Vorplatz selbst aber der Deutschen Bahn gehören, erschweren die Planungen zusätzlich. Die Probleme und Herausforderungen sind also komplex und vielseitig.

Die von der Deutschen Bahn veranschlagten 100 Millionen Euro werden zunächst in Sanierungs- und Bauprojekte gesteckt, die wenig sichtbar, die B-Ebene und die Nord-Gebäude betreffen, bevor man sich dann in ca. 5 Jahren mit der Vorplatzgestaltung auseinandersetzt. Wie zeitgemäß, zweckmäßig und realisierbar die ursprünglichen Pläne dann noch sind, wird die Zukunft zeigen. 

Text und Bilder: Laura Margielsky (Mitarbeiterin des urban future forum)


Frühstück auf dem Schiff

Die exklusive Veranstaltung bietet unseren Mitgliedern die Gelegenheit in einem entspannten Ambiente mit Experten über aktuelle und relevante Themen zu diskutieren.

Bisherige Keynote Speaker waren unter anderem:

  • Nicola Beer, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und stellvertretende Bundesvorsitzende der Freien Demokraten
  • Dr. Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, der Schirn Kunsthalle Frankfurt sowie der Liebieghaus Skulpturensammlung
  • Michael F. Guntersdorf, Geschäftsführer der DomRömer GmbH, Architekt und Stadtplaner
  • Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe
  • Prof. Dr. Tobias Just, Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Leiter der IREBS Immobilienakademie
  • Dr. Bernadette Weyland, ehemalige Staatssekretärin im Hessischen Ministerium der Finanzen
  • Gerhard Wiesheu, Mitglied des Vorstands des Bankhauses Metzlers und Präsident von Frankfurt Main Finance

 

(CC BY-SA 3.0) Urban Future Forum, Fotos: Laura Margielsky


Kongress 2012 – Die Stadt und die Gesundheit – Erstes Treffen des Sachverständigenrats

23. Januar 2012, 11:00 Uhr

Das Leben spielt
sich in zunehmendem Maße in den Städten ab. Mehr als die Hälfte der
Weltbevölkerung lebt heute in Städten – in 15 Jahren werden es rund zwei
Drittel aller Menschen sein. Kurz: Wir befinden uns längst im Jahrtausend der
Städte.

Für 2012 haben wir
uns die Durchführung eines europäischen Städtegipfels zum Thema „Die Stadt und
die Gesundheit“ vorgenommen. und dazu bereits erste Vorüberlegungen angestellt.
Erste inhaltliche Ansätze werden im Januar 2012 mit einigen herausragenden
Köpfen aus dem Bereich Gesundheit diskutiert und weiterentwickelt.


Kongress 2011 – Energie-Gipfel: Die Stadt und die Energie

15. März 2011 - 16. März 2011
Campus Westend der Goethe-Universität in Frankfurt

Bis zum Jahr 2025 wird sich die Welt gravierend verändern: Wasser und Rohstoffe werden immer knapper und teurer, folglich müssen vermehrt andere Energiequellen angezapft werden. Der Wandel des Energiesystems ist eines der zentralen Zukunftsthemen unser Zeit.

Wie können Städte und Kommunen zur Lösung der Herausforderungen im Energie- und Umweltbereich beitragen?

Zielgruppe

Der Zukunftskongress ist der Treffpunkt der kommunalen Wirtschaft, der Stadtplanung und der Politik. Der Kongress bringt Entscheider aus den Branchen, Energie-, Finanz- und Immobilienwirtschaft sowie der Wissenschaft zusammen. Experten und Praktiker diskutieren die globalen Trends der Energiebranche und entwerfen Perspektiven für die Entwicklung der Städte.

Die Teilnehmer können gemäß der Fortbildungsverordnung der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen 7 Fortbildungspunkte für den ersten Tag und 6 Punkte für den zweiten Tag erlangen.

Im Fokus des Kongresses stehen die vier Megatrends der globalen Energiewirtschaft:

1. Rekommunalisierung: Kommunen an die Macht

Immer mehr Kommunen prüfen derzeit, die Strom- und Gasversorgung wieder in die eigene Hand zu nehmen, da zwischen 2011 und 2015 bundesweit etwa 1.000 Konzessionsverträge auslaufen. Die Kommunen wollen wieder stärker Einfluss auf die Energieversorgung in Bezug auf wirtschafts- und umweltpolitische Zielsetzungen nehmen. So stehen die Standortsicherung, der Einsatz von erneuerbaren Energien oder die Umsetzung einer KWK-Strategie in den Kommunen häufig im Vordergrund.

2. Zurück zur Natur: Die Rohstoffe des 21.Jahrhunderts

Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie sind die Energielieferanten der Zukunft. Die Geschichte der erneuerbaren Energien in Deutschland ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Zwischen 1990 und 2009 hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien zur Energiebereitstellung in Deutschland von 2 Prozent auf über 10 Prozent des Endenergieverbrauchs verfünffacht. Diese positive Entwicklung soll sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Mit derzeit rund 340.000 Beschäftigten haben sich die erneuerbaren Energien in Deutschland zu einer echten Jobmaschine entwickelt – mit weiterem Wachstumspotenzial auf den expandierenden internationalen Märkten.

3. Neues Industriezeitalter: Innovative Energieeffizienztechnologien

Energieeffizienz und Energieeinsparungen sind – neben erneuerbaren Energien – die Basis für eine volkswirtschaftlich optimierte Energiestrategie. Energieeffizienz betrifft unterschiedliche Bereiche: den Strom- und Wärmemarkt für Haushalte und Gewerbe, den Verkehrssektor und die industrielle Produktion. Energieeffizienz entlang der Wertschöpfungskette bedeutet, Rohstoffe wirksam umzuwandeln, Nebenprodukte zu nutzen, Verbrauch zu reduzieren und Verhalten zu ändern. Kurz: Intelligente Lösungen sind gefragt, um die ehrgeizigen Ziele des Klimaschutzes zu erreichen. Einen wesentlichen Baustein dafür bilden Technologien wie Smart Grids.

4. Neue Mobilität: Zukunftsfähige Konzepte

Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft. Die Fahrzeuge werden vor allem im Stadtverkehr bald zum Alltag gehören. Bis zum Jahr 2020 sollen bereits eine Million am Stromnetz aufladbare Elektrofahrzeuge und so genannte Plugin-Hybrid-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. Um dies zu erreichen werden die Kräfte von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik derzeit gebündelt und die Bundesregierung hat einen Katalog von Maßnahmen aufgelegt, der von der Förderung der Batterieforschung bis hin zu Anreizen für die Markteinführung reicht. Damit soll Deutschland in den kommenden zehn Jahren zum Leitmarkt für Elektromobilität werden.


Kongress 2007 – Die Zukunft des Wohnens in Europa

30. Oktober 2007 - 31. Oktober 200
Messe Frankfurt

Wie sehen die Wohnvorstellungen und die Nachfrageprofile der künftigen Gesellschaft in der Stadt aus? Wie wand- lungs- und anpassungsfähig ist die Wohnimmobilie tatsächlich? Wie reagieren Städtebau und Stadtplanung auf die tiefgreifenden Veränderungen der sozialen Verhältnisse?
Der Kongress zeigt die Auswirkungen der fundamentalen gesellschaftlichen Veränderungen auf das Planen, Bauen, Vermieten, Verkaufen und Betreiben von Wohnungen.
Zielsetzung des Kongresses ist die Entwicklung von Prog- nosen, Szenarien und Orientierungen. Ergänzt wird die Betrachtung durch das Aufzeigen der Auswirkungen des gesellschaftlichen Strukturwandels und die Formulierung von Gestaltungsoptionen sowie die Diskussion von Wohn- formen aus soziologischer und planerischer Sicht.
Die stiftung urban future forum e.V. fördert auch mit dem zweiten europäischen Zukunftskongress die interdisziplinäre Kooperation von Wissenschaft und Praxis für einen zukunftsorientierten, innovativen Wohnungsbau in den europäischen Städten.


Kongress 2005 – Wie werden wir leben?

24. Februar 2005 - 25. Februar 2005
Campus Westend der Goethe-Universität in Frankfur

Alterung, Bevölkerungsschwund, Pluralisierung der Lebensformen und der Lebensstile sowie die Zuwanderung aus außereuropäischen Ländern sind Kennzeichen eines fundamentalen gesellschaftlichen Strukturwandels, der das Leben in der Stadt und mit der Stadt grundsätzlich verändert. Was geschieht mit dem Städtebau, der Stadtplanung und Stadtentwicklung
vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Veränderungen der sozialen Verhältnisse?


Review zum Symposium: Wozu die Zeit nicht mehr reichte oder wofür sie noch nicht reif war – Albert Speers Ideen für Frankfurt Rhein-Main

Eine Veranstaltung des Urban Future Forums (Montag, 17. Dezember 2018) zur Würdigung von Leben und Wirken des Architekten und Stadtplaners Albert Speer (gest. 17.9.2017) mit einem aktuellen Blick auf seine Vorhaben und Ideen

Mit Albert Speer hat Frankfurt einen weltweit renommierten Architekten und Zukunftsplaner verloren. Vor allem das Stadtbild Frankfurts hat er geprägt wie kein anderer. Auch sein internationales Wirken war von hoher Anerkennung geprägt. Albert Speers Ideen, Pläne und Vorstellungen sollten zu denen, für die bedingt durch seinen plötzlichen Tod die Zeit nicht reichte, vielleicht auch noch nicht reif war, gespiegelt werden. Sein geistiges Erbe ist Verpflichtung und der Mut, Neues und manchmal Ungewöhnliches zu denken und auch durchzusetzen. Mit einem Blick auf Frankfurt und die Region, unter Abwägung von Chancen- und Risiken gepaart mit Ideenreichtum und Phantasie soll Speers geistiges Erbe mit einem Blick in die nahe Zukunft bewahrt und als Ansporn und auch als Vorlage für Verbesserungen in der Planungspraxis herangezogen werden.

Friedbert Greif (Geschäftsführender Gesellschafter, AS+P Albert Speer + Partner): Er beschrieb in seiner Würdigung unter dem Titel „Albert Speers Ideen für Frankfurt“ Leben und Charakter von Albert Speer, für den seine stetige Unruhe, seine Neugier, sein Interesse an Fremden, seine Lernbereitschaft und seine Lebenslust, Grundlage für seine visionäre Sichtweise war. Seine Projekte im In- und Ausland trieb er nach seinem Motto "Leben ist Risiko", aber immer erst unter Beachtung vorgefundenen Rahmenbedingungen, auf die er seine Visionen stets basierte. Mit viel politischem Geschick setzte er Beiträge für die städtische Entwicklung "seiner" Stadt Frankfurt um. Seine hinterlegten konzeptionellen Ideen beeinflussen auch nach seinem Tod nicht nur aktuell in Realisierung befindliche Projekte, sie bilden auch die Grundlage für die nachhaltige Zukunftssicherung seines Planungsbüros.

Stefan Klos (Geschäftsführender Gesellschafter, PROPROJEKT): Er verdeutlichte unter dem Titel „Frankfurt am Start – Stadt als Stadion“, dass Sport bislang keinen Einfluss auf die Stadtplanung hat, obwohl der überwiegende Teil der Bevölkerung Sport im öffentlichen Raum betreibt und damit Teil der Metropole ist. Diese etablierte urbane Bewegungskultur sei Leistungsgeber für Wirtschaftsbereiche wie z.B. Bauwesen, Gesundheit, Ernährung und wird in der Masse zu einem zu berücksichtigenden Wirtschaftsfaktor. Er fordert, das interdisziplinäre Denken um den Sport in der Stadtplanung stärker zu berücksichtigen und in einer Vision "bewegungsfreundliches Frankfurt" im Sinne und mit dem systematischen Planungsansatz von von Albert Speer festzulegen und umzusetzen.

In der von Dr. Matthias
Alexander (Ressortleiter Regionalteil der FAZ) geleiteten Paneldiskussion wurde ein kritischer Blick von außen auf die erfolgreichen und weniger erfolgreichen Arbeiten von Albert Speer
erwartet. Stattdessen gerieten die Statements zu einer Rückschau auf die von
den Teilnehmern besonders hervorgehobenen baulichen Problemzonen in Frankfurt:

Mike Josef (Dezernent für Planen und Wohnen, Stadt Frankfurt am Main): Er spricht sich für eine größere Entscheidungsfreiheit in der Grundlagenplanung aus, in der heute durch zu frühe Einschaltung von Bürgermacht und beteiligten Behörden bereits das Ideenstadium erschwert und in die Länge gezogen wird. Zur Beschleunigung und Straffung des Vorgehens bei Planungsvorprozessen fordert er eine Abkehr von eng begrenzten Behördendenken hin zu einem "cooleren Politikverhalten" mit einem übergreifenden und übergeordneten Planungsansatz, der erst nach seiner Fertigstellung durch die verantwortlich-vordenkende Stelle zur Diskussion mit den zu beteiligenden Behörden und Stakeholdern gestellt werden soll.

Torsten Becker (Stadtplaner, Vorsitzender des Städtebaubeirats der Stadt Frankfurt und Büroinhaber ToBePlan): Er sieht keine gewachsene Planungskultur in Frankfurt und sieht die Änderung der hessischen Magistratsverfassung als Voraussetzung für eine Veränderung. Er wünscht sich eine streitbare und interdisziplinäre Denkweise bei Planungsprozessen. Die neue Altstadt von Frankfurt ist für ihn ein einmaliges Projekt, aber kein Modell für zukünftiges bürgernahes Bauen.

Dr. Michael Denkel (Stadtplaner, AS+P Albert Speer + Partner): Er sieht ebenfalls die Dauer und Trägheit von Planungsprozessen als eine Ursache für eine zu langsame Stadtentwicklung. Daneben wünscht er sich einen Planungsansatz, der siedlungsübergreifend erfolgen soll und nicht an kommunalen Stadtgrenzen Halt macht.

Annegret Reinhardt-Lehmann (Geschäftsführerin der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain): Sie fordert mehr Mut und Risikobereitschaft bei siedlungsübergreifenden Planungen. Sie wünscht sich Leuchtturmprojekt zur Steigerung der Attraktivität der Region, bemängelt aber gleichzeitig den Mangel an Führungspersonen, die deren Umsetzung vorantreiben. Die gegenwärtigen Planungsstrukturen werde auch von ihr als nicht zukunftsfähig und damit reformbedürftig angesehen.

Prof. Dr. Bernd Scholl (em. ETH Zürich): Für ihn sind der Wunsch, die Welt zu verändern und der Wunsch, etwas zu hinterlassen die Motivation für engagierte Stadtplaner a la Albert Speer. Inspiriert von der Schweizer Vorgehensweise ruft er zu einem Ideenwettbewerb international-hochklassiger Planungsteams für eine Vision "Frankfurt in 30 Jahren" auf, ein Vorgehen, das er auch im Einklang mit der Philosophie von Albert Speer sieht.

Vielen Dank an Herrn Dr. Thomas Kohts, der uns diesen schriftlichen Überblick zur Verfügung gestellt hat!